3 Comments

  1. Siegfried Simperl

    Die Gesellschaft heute, die Freiheit, nicht anderes und nicht mehr als die bloße Erweiterung unserer Optionen meint, führt geradewegs in eine schrankenlose Gesellschaft, die am Ende, wenn überhaupt, nur noch durch repressive Gewalt staatlicher Organisationen zusammengehalten werden kann. Am Rande sei angemerkt, dass dieser Gedanke, ob gewollt oder nicht, die freie Übersetzung eines griechischen Textes des vierten Jahrhunderts vor Christus ist.

    Wie reizvoll und erhellend wäre es doch, dem Geist Jesus, den ich meine …” mehr nachzuspüren, nicht den verworrenen Parolen in der dekadenten westlichen Zivilisation, irgendwo herumtorkelnd zwischen der Meinungs- und Pressefreiheit für Charlie Hebdo und Co. Heute wird man als Fundamentalist verschrien: Man muss doch mit der Zeit gehen, der Welt und dem Zeitgeist gegenüber aufgeschlossen sein.

    Fundamentalist gehört heute zu den beliebtesten Verbalkeulen des relativistischen Zeitgeistes, vorzugsweise angewandt gegen Lebensschützer und andere konsequente Verfechter christlicher Werte und christlichen Glaubens.

    • Papsttreuer Papsttreuer

      Danke für den Kommentar,

      in der Tat ist das “Herumtorkeln” zwischen den Ansichten des Zeitgeistes ein Problem – aus meiner Sicht jedoch nicht das Propagieren von Meinungs- und Pressefreiheit. Es gilt für uns nur, diese Freiheit auch zu nutzen und uns nicht einschüchtern zu lassen von denen, die bestimmen wollen, was von der Meinungsfreiheit gedeckt ist und was nicht. Die eigene Schere im Kopf wird so zu einer akzeptierten Einschränkung der Meinungsfreiheit, die eigene (vermeintliche) Rücksicht, niemanden vor den Kopf stoßen zu wollen wird erst zu einem “das sagt man nicht”, bevor es zur wirklichen Einschränkung wird.

      Ich kann generell damit leben, dass jemand meinen Glauben nicht teilt und sich auch darüber lustig macht, ich glaube nicht, dass wir einen Gesetzgeber brauchen, der Religionen vor so etwas schützt. Kritisch wird es erst, wenn ich meinen Glauben nicht mehr verkünden darf, weil dessen Inhalte – im Gegensatz zu seiner Verächtlichmachung – nicht dem Zeitgeist entspricht.

      Gottes Segen!

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