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  1. Ich war gestern auch bei der Veranstaltung, habe es aber anders empfunden. Ich denke, es ist auch mal gut und notwendig, sich quasi innerhalb eines “lagers” zu treffen und auszutauschen. Die von Andreas Püttmann vorgetragenen Zahlen waren spannend, und die Klarheit der Aussagen von Matthias Kopp hat mich überrascht und erfreut. Letztlich bleibt natürlich die Binsenweisheit: Wir sind eine Kirche und wenn wir in der Gesellschaft wieder mehr Gehör finden wollen, müssen wir selbst mehr tun. Das ist natürlich mit einem Abend unter Freunden nicht zu leisten.

  2. Vielen Dank für die Kommentierung! Natürlich sind die Eindrücke oft unterschiedlich, wohl auch abhängig von der Erwartungshaltung. So wie von Ihnen beschrieben kann man dem Abend natürlich mehr abgewinnen!

  3. Ob es einen “Papstbonus” in Deutschland gibt, wage ich zu bezweifeln. Tatsachen sprechen eine ganz eindeutige (http://fowid.de/fileadmin/datenarchiv/Gottesdienstbesucher_pro_Katholiken_Bistuemer_1960-2008.pdf)Sprache. Lediglich die offene Kritik am System Katholische Kirche ist recht verhalten. Für viele Karteileichen hat Religion kaum noch praktische Bedeutung.
    Kein aufgeklärter Mensch wird einem anderen verbieten, einer Religion anzuhängen. Einzig und allein die Allianz der Kirche(n) mit dem Staat und die damit einhergehende Hofierung und finanzielle Unterstützung ist das große Übel in Deutschland. Dass es anders geht, zeigt zum Beispiel Portugal. Dort lebt der Katholizismus immmer noch und das ganz ohne Religionsunterricht an staatlichen Schulen, Kirchenvertretern in Fernshene und Rundfunk und, und , und…
    Die Katholische Kirche ist in ihrer Struktur so gestaltet, dass wir nie und nimmer Papst sein können (http://hpd.de/node/4389)
    Man kann nur hoffen, dass die “BILD” nicht erneut mit einem derartigen unsinnigen rhetorischen Blödsinn aufwartet.

    • Vielen Dank zunächst für die Kommentierung. Leider bezieht diese sich nicht auf den Inhalt meines Eintrags, sondern auf eine Außensicht auf die (katholische – was sonst?) Kirche.

      Interessant ist aber, wie unterschiedlich die Wahrnehmung sein kann: nach den in der Tat überraschenden Wir-sind-Papst-Euphorie haben sich die Medien weitgehend auf Papst und Kirche als Sündeböcke eingeschossen, von der Politik ist wenig zu erwarten, da selbst “eingetragene Katholiken” sich doch eher in der Rolle der Kirchenkritiker gefallen. Und das bei dem wertvollen Beitrag, den kirchliche Sozialeinrichtungen in der Gesellschaft erbringen – man würde als Katholik keinen Dank aber doch ein bisschen mehr Respekt erwarten.

      Nein, hofiert wird die Kirche – vor allem die katholische – schon lange nicht mehr, was vielleicht aber auch gut so ist: die Nähe zur Macht hat Kirche noch nie wirklich gut getan, weil sie am Ende dazu führt, dass die politisch Mächtigen sich die Kirche gefügig machen wollen. Ähnliches gilt für die Frage der Kirchensteuern: bei dem Punkt könnten wir möglicherweise aus unterschiedlichen Gründen zur gleichen Einschätzung kommen – vielleicht sollte ich darüber mal schreiben?!

      Ihnen ein schönes Wochenende und Gottes Segen
      Der Papsttreue

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