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  1. akinom

    “Die Evangelen können nur sonntags um 10!” So haben sich mein Mann und ich immer amüsiert, wenn wir an den Verkehrsschildern mit den Gottesdienstzeiten an Ortseingängen vorbei fuhren.

    Warum sonntags kein “Frischgezapftes”? frage ich mich. War nicht lange Zeit der Frühschoppen am Sonntag im Gasthaus gegenüber des Kirchturms besonders für die männliche Bevölkerung ein wesentlicher Anreiz zur Erfüllung der “Sonntagspflicht”? Hier hat sich die “Lebenswirklichkeit”
    – wie ich es sehe – nicht wesentlich geändert, außer, dass die Zapfhähne unterhalb des Kirchturm-Gockels zahlenmäßig ebenso geschrumpft sind, wie die Gottesdienstbesucher.

    Ich bekenne, dass ich mich selber auch sehr schwer tue mit der Sonntagsheiligung. Sie betrifft ja nicht nur das Kirchengebot, sondern auch die Gewissensfrage: Wie sinnvoll lebe ich den “Tag des Herrn”?

    Haben wir Katholiken nicht das, worüber die evangelischen Christen heute nachdenken, schon mit der Einführung der Vorabendmessen vorgelebt? Ich vermute, dass ohne sie der Schrumpfprozess viel schneller vonstatten gegangen wäre.

    In einem Aufsatz über die Liturgie schrieb vor Jahren ein evangelischer Pastor: “Im Gottesdienst dient uns Gott und nicht wir ihm!” Stoßen wir dankbar
    für diese Seine Liebe mit einem “Frischgezapften” darauf an: Prösterchen!

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