6 Comments

  1. Gerd

    Wenn die Instrumentalisierung dazu genutzt wird um die Wahrheit ans Licht zu bringen, ist sie immer notwendig. Man hat mir mal vorgeworfen das Rosenkranz-Gebet zu instrumentalisieren, weil ich den demonstrativ mit anderen vor einer Abtreibungspraxis gesprochen habe. Ob ich mich nicht in die Notlagen der Mütter versetzen könnte usw. Eine Instrumentalisierung kann zynisch sein, die Absicht dahinter darf es nicht. Wenn ich am Grab der ermordeten Susanne eine Minute des Schweigens einhalte, bin ich sicher auf der Seite der traumatisierten Eltern. Und selbst Claudia Roth, wäre sie anwesend würde dann ihre zynische Klappe halten. Was am Grab gilt, gilt im Bundestag nicht?

  2. Konrad Kugler

    Warum rotieren Sie denn hier so?

    Thomas Seitz hat nur das wiederholt, was diese unerträgliche BT-Vizepräsidentin vorgemacht hat: Eine Schweigeminute für die im Mittelmeer Ertrunkenen (2015).

    Die Verlogenheit sitzt links im BT. Und die Dreckigkeit. Und die Charakterlosigkeit ebenfalls. Die Mitte wird heute ausschließlich von der AfD vertreten.

    Die Extremisten sind doch in SPD, Grünen und Linken, die andauernd gegen Ehe, Familie und Privateigentum kämpfen, ihren Haß gegen Kirche und Staat pflegen und das Land ändern, sprich ruinieren wollen.

    Marxismus und Sozialismus sind Opium für das Volk. Und Wirksamkeit und Erfolg dieser umstürzlerischen (revolutionären) Ideen kommen vom Teufel.

    [Von den ersten Toten dieser irren Ideologie wird in der Apostelgeschichte berichtet, wenn man davon ausgeht, daß Satan der Inspirator der Idee des Gemeineigentums war. Das Verhalten der Eheleute war ihr Tod. Keine Spur von Gottes Barmherzigkeit zu sehen. Barmherzigkeit, heute das ideologische Schlagwort für allen möglichen Blödsinn.]

    Nun zu meiner realkatholischen Herzlosigkeit: Der kleine Kurdi wurde selbst Opfer einer Inszenierung und so politisch mißbraucht. Ich sah ihn bereits damals im Paradies (!). Vor dem steht immer noch der Engel mit dem Flammenschwert. Das hat mich getröstet.

    Satan ist seit seinem Sturz ein Aktivist. Er war immer dabei. Auch bei der Kreuzigung (zur Präzisierung).

    Lieber Herr Honekamp, darauf einen Dujardin!

  3. Andere Menschen als Mittel zum Zweck einzusetzen (sie zu instrumentalisieren), kann noch nicht moralisch falsch sein ohne dass weitere Bedingungen hinzu kommen. Und man muss jemanden auch ohne seine Zustimmung als Mittel gebrauchen können, beispielsweise um ihn als Vorbild hinzustellen. Auch ein Mahnmal des unbekannten Soldaten instrumentalisiert diesen ganz offensichtlich.

    Kant verbietet uns auch nicht pauschal, andere als Mittel zu gebrauchen, wir dürfen sie aber nicht *bloß* als Mittel gebrauchen sondern „jederzeit zugleich als Zweck“. Die Todesopfer macht es zwar nicht mehr lebendig, wenn man sie instrumentalisiert, aber es könnte doch in ihrem Sinne sein, weitere ähnliche Todesopfer zu verhindern. Es kommt darauf an, ob man ihnen unterstellen kann, sie würden sich mit einer bestimmten Opfergruppe identifizieren z. B. mit allen Migranten in Seenot oder allen Gewaltopfern. Oder vielleicht auch nur mit diejenigen Gewaltopfern, für die sich eine Mitschuld von Angela Merkel konstruieren lässt.

  4. Wenn der Instrumentalisierungsvorwurf derart vage ist, daß er zu jeder Zeit und gegen jeden nur erdenklichen Sprechakt vorgebracht werden kann, spricht genau dies gegen ihn. Der Instrumentalisierungsvorwurf ist, philosophisch gesprochen, ein allzu wohlfeiles Argument, deshalb – im Wortsinne – nichts wert.

    Außerdem lassen sich drollige Schleifen erwarten: Was, wenn jemand den Instrumentalisierungsvorwurf instrumentalisiert? Soll man dann Instrumentalisierungsvorwürfe gegen Instrumentalisierungsvorwürfe vorbringen?

    Also: Abtun. Nicht ernstnehmen. Keine Zeit damit verschwenden.

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